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Kathrein trennt sich von Rosenheim

Überraschende Wende in neuem Kathrein Großprojekt und die Folgen

Überraschend stimmte der Stadtrat am vergangenen Mittwoch, den 27. Juli dafür, das Vorkaufsrecht der Stadt Rosenheim über das Seerestaurants Hubertus am Happinger See in Anspruch zu nehmen - bereits zum Jahreswechsel hatte Kathrein den Kaufvertrag für das Grundstück unterschrieben. Geplant war dort ein 3,5 Sterne-Hotel mit ca. 100 Betten zu errichten, um die Anziehungskraft unserer Stadt mit einem „vernünftigen Hotel“ weiter auszubauen und Rosenheims Wirtschaft weiter zu unterstützen.


In einer Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag folgerte der sichtlich betroffene Konzernchef: "Rosenheim ist eine Riesenchance entgangen". Das dort geplante Hotel hätte ein „Juwel für die Kongress-Stadt Rosenheim werden können", so Kathrein weiter. In das Gesamtprojekt wären rund 10 Millionen Euro investiert worden, es hätte zwischen 40 und 50 Arbeitsplätze garantiert. Geplant waren 40 Doppelzimmer, acht Einzelzimmer und drei Suiten, ein Haus der gehobenen Klasse, für sowohl Urlaubsreisende als auch Geschäftsleute und Rosenheimer Bürger, für alle von hohem Freizeitwert. Geplant waren neben den Annehmlichkeiten einer Hotelanlage der gehobenen Kategorie eine Seeterrasse, eine Liegewiese für Hotelgäste, aber genauso weiterhin Möglichkeiten für heimische Besucher. Der Zugang zum See sei für die Öffentlichkeit, schon allein aufgrund bestehender Gesetze, nie gefährdet gewesen, bekräftigte Prof. Dr. Dr. Kathrein. Den Vorwuf das Hotel als neues Kathrein –Schulungszentrum zu nutzen, wies Anton Kathrein entschieden zurück, denn „das Hotel wäre mit einer, großzügig gerechnet, rund 10%igen Auslastung durch Firmenmitarbeiter bei weitem nicht gut genug besucht.“


Als Reaktion auf die Entscheidung des Stadtrats, von der Kathrein aus den Medien erfuhr, kündigte er einen Investitionsstopp in Rosenheim an. Außerdem werde vorerst kein Personal mehr in die Rosenheimer Kathrein Werke aufgenommen, Teile der Verwaltung sollen außerdem aus der Stadt in die Kathrein-Niederlassungen im Landkreis verlegt werden - die Gewerbesteuer-Einnahmen der Stadt Rosenheim werden künftig spürbar sinken.
Auch politisch zieht der Unternehmer und dritte Bürgermeister von Rosenheim Konsequenzen: Dem Nachtragshaushalt, der den Kauf des 1,9 Millionen-Grundstücks finanzieren soll, werde er nicht zustimmen.