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Experte: Auto verliert Kultstatus

Die Stadt der Zukunft ist vor allem eines: ruhig. Einem Szenario des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) zufolge, wird es 2050 nur noch 250 Autos auf 1000 Einwohner geben. Heute sind es noch mehr als doppelt so viele. Laut den Experten liegt das etwa an der nahtlosen Anknüpfung mit öffentlichen Verkehrs- und Carsharing-Angeboten.
Hintergrund der Prognose sind Trends wie der Bevölkerungsrückgang, langsame Einkommenszuwächse und stark steigende Energie- und Verkehrskosten. Auch das sich ändernde Umweltbewusstsein spiele eine Rolle. Zudem zögen mehr Menschen in die Stadt, glaubt der ISI-Leiter des Geschäftsfeldes Verkehrssysteme, Wolfgang Schade. „Dann muss sich auch die Lebensqualität verbessern - etwa durch intelligent verdichtete Ballungsräume.“ Vor allem aber wandele sich das Verhältnis zum Auto, sagt Schade. „Man kann schon heute beobachten, dass das erste eigene Auto für junge Leute nicht mehr so eine große Rolle spielt. Sie interessieren sich eher für Dinge wie Kommunikationsmedien und -technik.“