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Mit Roncalli auf Tournee
Große Chance für den Mühldorfer Michael Ortmeier nach dem Auftritt bei „Wetten, dass..?“
Anfang November balancierte der Mühldorfer Michael Ortmeier vor einem Millionenpublikum bei „Wetten, dass..?“ über Bierflaschen. Inzwischen probt der 27-Jährige zu Hause für seinen nächsten großen Auftritt: Im März geht er mit dem „Circus Roncalli“ auf Tournee.
Noch ehe Michael Ortmeier am „Wetten, dass...?“-Abend seine Balancierwette über die 40 leeren Bierflaschen unglücklich verliert, greift Bernhard Paul zum Hörer. Der Gründer und Direktor des „Circus Roncalli“ bietet dem Altmühldorfer spontan ein Engagement auf der nächsten Tournee an.
„Im ersten Moment habe ich gar nicht genau verstanden, was Thomas Gottschalk mir da erzählt. Aber dann war die Freude natürlich riesig“, erinnert sich Ortmeier. Zumal die Anfrage genau zum richtigen Zeitpunkt kommt: Der Geografiestudent hat gerade seine Diplomarbeit abgegeben, die Anstellungs-chancen stehen eher schlecht.
Folglich stand nie zur Debatte, ob er das Roncalli-Angebot annimmt. „So eine Chance kommt nur einmal im Leben.“ Noch dazu, wenn man schon immer vom Zirkus geträumt hat. „Aber dass es so genial läuft, konnte natürlich niemand ahnen.“
Auch Werner Klöpper nicht. Der Trainer der Mühldorfer Kunstturner hat Michael Ortmeier auf die Idee mit den Bierflaschen gebracht. Ein halbes Jahr haben die beiden trainiert, dann war die Balancier-Bierflaschennummer fernsehreif. Dass es in der Sendung dann nicht ganz geklappt hat, sei eine Folge seiner Nervosität gewesen, sagt Ortmeier: „Ein kleiner Wackler, das wars.“
An große Auftritte ist er schließlich nicht gewöhnt, auch so etwas wie Wettkampferfahrung als Turner bringt Michael Ortmeier nicht mit. Denn so gut wie alles, was er an Körperbeherrschung und Koordination mitbringt, hat er sich zu Hause selbst beigebracht: „Am Baum vorm Haus hängen zwei Ringe. Da habe ich immer trainiert.“
Erst vor gut einem Jahr habe er zum ersten Mal bei den Kunstturnern im Leistungszentrum angeklopft. Inzwischen trainiert er dort dreimal pro Woche – ausschließlich an den Ringen. Mit Blick auf eine mögliche Zirkuskarriere sei dieses Gerät ohnehin ideal, findet Ortmeier. „Der Weg von den Ringen ans Trapez oder an die Strapaten ist nicht weit.“
Beim ersten Treffen mit Bernhard Paul in Linz Mitte November habe der Roncalli-Direktor schon sehr konkrete Vorstellungen gehabt, wie die Zirkusnummer aussehen könnte. „Mit einigen turnerischen Elementen. Und mit Musik.“
Nun trainiert der 27-Jährige jeden Tag daheim, darüber hinaus lernt er bei Volker Ludwig im Jugendzentrum „M24“ Jonglieren.
Im März geht es erst einmal nach Köln, wo die Roncalli-Sommertournee beginnt. Neun Monate wird Michael Ortmeier dann mit dem Zirkus unterwegs sein, jeweils zehn Vorstellungen pro Woche stehen auf dem Programm. Zuvor stellt er sich aber noch einmal öffentlich der Herausforderung der 40 Flaschen: Auf dem Stadtball am 14. Januar will er beweisen, dass die verlorene Wette nur ein Ausrutscher war.
innsalzach24.de
Hier können Sie sich Michael Ortmeiers „Wetten, dass..?- Auftritt noch einmal ansehen.




